Presse: CD „and what about … time?“


drums & percussion, Ausgabe Nov./Dez. 2003

Christoph Haberer gehört seit Jahren zu den beständigsten und kreativeren Musikern der deutschen Jazz-Szenerie. Ob in einem Band-Kontext oder wie jetzt solo, immer bietet er gute Musik, die nie leicht zu hören ist, aber durchweg inspirierend erscheint. Sein neuestes Album „and what about … time?“ hat er im Alleingang eingespielt und bedient sich dabei der modernen Elektronik. Alle Kompositionen stammen aus seiner Feder und wurden am Computer bzw. mit Elektronik-Percussion, Synthesizer und viel Programmierarbeit umgesetzt. Herausgekommen ist dabei eine durchaus meditative Form elektronischer Musik, perkussiv, mit abwechslungsreichen Grooves und großartigen Sounds. Das Ganze bietet Haberer auch live an, und ein solches Konzert sollte man sich nicht entgehen lassen.

jazz-zeitung / critics choice 9/2003 / Wolfgang Platzeck, WAZ

Auf der Suche nach neuen Klangfarben stößt der brillante Schlagzeuger und Tüftler in melodisch-rhythmische Bereiche vor, in denen die Grenzen zwischen Jazz, Ethno und neuer elektronischer Musik vollends aufgehoben sind.

Michael Scheiner (Lichtblick, Regensburg) 6/2003

Bleibt die Frage, wie es denn – bitteschön – mit der Zeit so steht … Das heißt nun mitnichten, daß am Lebensquell Zeit, gleich Puls, Rhythmus, Power und gurgelnder Groove gespart werden soll. Im Gegenteil, Haberer geht üppig, vielschichtig komplex, auf höchst ergötzliche Weise damit um … Irgendwo zwischen melodischer Glückseligkeit, ironischen House-Pirouetten und elektronischer Raserei, die auch minimalistische Inspirationen hat, tauchen wir tiefer und tiefer in ein falschfarbig pulsierendes Abenteuerland, das mehr an ein rattenscharf modernes „Alice’s Wonderland“, als an coole Nujazz-Dancehalls … erinnert.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 15. Mai 2003

… Für das Projekt benutzte der Rhythmiker zwar ausschließlich elektronische Hilfsmittel, trotzdem klingt das Album organisch gewachsen und lebhaft … Dass Haberer stringente Strukturen schätzt, diese jedoch mit hintersinnigem Humor bereichert, zeigt ein Werk wie „Fibononacci’s polytime“, das auf den Zahlenreihen des italienischen Mathematikers aufbaut. Seine große Stärke liegt jedoch darin, die Melodik von Rhythmen herauszuarbeiten, so wie es ihm bei der Komposition „danza del tempo“ gelingt. Wie vielfältig und zeitgemäß die Einflüsse sind, zeigt auch die Komposition „electric archaic loops“, bei der Haberer modernste Drum’n’Bass- und House-Ästhetik mit spannenden Breaks und Kontrapunkten durchsetzt.

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18. Januar 2018

Duo "Animata", in der Reihe "Ruby´s Off Zone",Brunnenhof Live Bar, Trier, 20 Uhr

25. November 2017

Premiere mit neuem Percussion Projekt: Waldo Karpenkiels "Drummerturgie", mit Waldo Karpenkiel, Michael Peters und Igor Krasovsky, im Kultur.Punkt Friedenskirche, Krefeld, 20 Uhr

17. September 2017

Duo "Animata", Buchhandlung Proust Wörter + Töne, Essen, 12 Uhr

12. August 2017

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